Volksmärchen

Magier, Zauberer und Hexenmeister

In den bekannten Märchen der Brüder Grimm tauchen Zauberkundige eher als Nebenfiguren auf. Sie sind dann Helfer (wie zum Beispiel die guten Feen) oder Gegenspieler (Hexen oder böse Feen). Der klassische Zauberer taucht, obwohl man eine klare, märchenhafte Vorstellung von ihm hat, recht selten auf. In "Fitchers Vogel" (Grimm) und "Der gestiefelte Kater" (Kästner) gibt es böse Zauberer, die am Ende besiegt werden müssen.

J.K.Rowling, die Autorin der "Harry Potter"-Bücher, hat 2008 ein mit der Welt ihres berühmten Zauberlehrlings in Zusammenhang stehendes Märchenbuch veröffentlicht und folgt darin einem spannenden Ansatz. Während die Volksmärchen der Brüder Grimm von Menschen handeln, deren Probleme oft durch Zauberei verursacht oder aber auch gelöst werden, handeln diese Märchen von Zauberkundigen selbst. Das sind entweder Hexen oder Zauberer, die dann in schwierige Situationen geraten, die nur ohne Zauberei gelöst werden können. Zauberermärchen sind "Der Zauberer und der hüpfende Topf" (Rowling) und "Die drei Brüder" (Rowling).

Zauberermärchen

  • Brüder Grimm: "Fitchers Vogel" (böser Zauberer), "Rapunzel" (böse Zauberin), "Jorinde und Joringel" (böse Erzzauberin) und andere aus den "Kinder- und Hausmärchen"

  • Wilhelm Hauff: "Kalif Storch" (böser Zauberer) aus "Sämtliche Märchen"

  • Erich Kästner: "Der gestiefelte Kater" (böser Zauberer) aus dem gleichnamigen Kinderbuch

  • Joanne K. Rowling: "Der Zauberer und der hüpfende Topf", "Die drei Brüder" aus "Märchen von Beedle dem Barden"

  • Christian Peitz: "Der Zauberer und das Kaninchen" (böser Zauberer, der geläutert wird) aus "Märchen aus Lugabugien"

  • Paul Maar: "Der Zauberzylinder" (Zauberkünstler) aus "Kreuz und Rübe, Kraut und quer"
















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