Volksmärchen

Theodor Storm

Theodor Storm (1817-1888) verbrachte große Teile seines Lebens in Husum, wo er auch geboren und begraben wurde. Storm war studierte Jurist und arbeitete als Rechtsanwalt, Kreisrichter und schließlich als Landvogt. Seinen schriftstellerischen Ambitionen ging er nebenberuflich, aber durchaus engagiert nach. Ihn auf einen Märchendichter zu reduzieren, wäre mehr als kurzsichtig, dennoch soll er in diesem Rahmen genauer vorgestellt werden, weil seine Märchen durchaus als bedeutsam gesehen werden können.

Spannend in Storms Werk ist wohl, dass es vor allem dem Realismus zugeordnet werden muss, dass die Märchen und Novellen aber durchaus auch spätromantische Züge haben. Zu seinen bekanntesten Werken zählen wohl das Gedicht "Knecht Ruprecht" ("Von drauß, vom Walde komm ich her, ich muss Euch ..."), das Märchen "Der kleine Häwelmann" und die Novellen "Immensee", "Pole Poppenspäler" und "Der Schimmelreiter".

Seine Märchen sind Kunstmärchen, wie sie klassischer kaum sein könnten. Sie sind gekennzeichnet von einer klaren, poetischen Sprache, von feiner Ironie und hin und wieder von einem nachdenklichen Ende, das durchaus auch moralisierende Züge hat. Letztlich kann sogar auch die Novelle "Der Schimmelreiter" im Kontext der Märchen und Sagen gesehen werden, da sie in der Binnengeschichte eine Sage größeren Umfangs enthält.

Die wichtigsten Märchen: Der kleine Häwelmann, Die Regentrude, Hinzelmeier, Bulemanns Haus, u.a.

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