Volksmärchen

Janosch

Ob man den 1931 als Horst Eckert geborenen Illustrator und Autor Janosch als Märchendichter bezeichnen kann, ist sicherlich diskussionswürdig. Fakt ist, dass der Großteil seiner für Kinder gedachten Geschichten Märchenelemente enthält. So können die Abenteuer vom kleinen Tiger und kleinen Bären, die Geschichten rund um Lari Fari Mogelzahn oder Onkel Poppoff, aber auch Das kleine Schiff Pyjamahose durchaus als moderne Kunstmärchen angesehen werden. Deutlicher wird’s bei Janoschs Bearbeitung der Grimmschen Märchen.

Janosch wuchs in Hindenburg (heute: Zabrze) in Oberschlesien auf. Er lebte zunächst bei seinen Großeltern in einer Bergarbeitersiedlung. Sein Vater war alkoholkrank, und auch er kam früh mit Alkohol in Kontakt. Als er mit 13 Jahren an der Gelbsucht erkrankte, "behandelte" seine Familie ihn mit selbstgebranntem Schnaps. Nach dem zweiten Weltkrieg flüchtete die Familie nach Westdeutschland. Janosch lebte 15 Jahre in Bad Zwischenahn und arbeitete dort in Textilfabriken. Er besuchte die Textilfachschule in Krefeld und absolvierte dort einen Lehrgang im Musterzeichnen bei Gerhard Kadow, einem Schüler von Paul Klee.

Nach einigen Umzügen (u. a. Paris und München) und Versuchen als bildender Künstler zu arbeiten, versuchte er sich schließlich als Schriftsteller, zunächst mit mäßigem Erfolg. Sein Durchbruch gelang ihm mit der ersten "Tiger und Bär"-Geschichte. Sein Bilderbuch "Oh, wie schön ist Panama" erschien 1978 und gewann 1979 den Deutschen Jugendbuchpreis. Seit 1980 lebt Janosch vor allem auf Teneriffa.

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  • Website

    www.janosch.de





















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